Alles singt, tanzt und ist absolut happy

Ostern 2014_M_Lichtblau

© Zeichnung: M. Lichtblau
Zwanzig bunte Glückseier, vier Hühner, ein dirigierender Osterhase und ein singendes Küken, gar nicht so einfach, ihre Geschichte zu erzählen. Vor allem weil ich weiter in den Norden gezogen bin, Schneemänner vom letzten Jahr haben keine andere Möglichkeit zu überleben. Dieser schokoladenbraune Osterhase mit seiner lässigen Fluppe, der schwarzen Blues-Brothers-Brille und den köstlich im Wind wehenden Schlappohren ähnelt der Inspirationsquelle seiner Zeichnerin, nämlich dem Hip-Hop-Sänger Pharrell Williams ziemlich gut; nur ein Hut wie im Video fehlt ihm. Während die “Four White Chicken” immer nur “Happy Happy” trällern, wagt sich doch unverfroren ein ostereigelbes Küken in die vordere Reihe und steuert lautstark zwei eigene Noten bei, nur keine Berührungsängste und auf die Größe kommt es sowieso nie an, nur darauf, was man aus ihr macht, stimmt´s David? Überhaupt, immer dies coole Getue, ich dagegen, der Superschneemann bin wirklich cool gewesen, nicht einmal die Wüstenhitze hat es geschafft, mich umzuwerfen. Viel habe ich damals von mir nicht zurückgelassen, nur den Reisigbesen, den man mir so oft unter die Arme klemmt. Der steckt jetzt hinten rechts in einem Blumentopf und wird im Frühling jetzt sicher noch gebraucht. Der leichte grüne Rasen, auf dem der Pharrell-Osterhase und sein Orchester stehen, scheint gerade das erste Mal gemäht. In der Frühlingsluft liegt nur Musik, man müsste mitsingen und tanzen können. Grenzenloser Hedonismus liegt mir zwar fern, aber auch Schneemänner können tanzen und wer es nicht kann der tanzt im Kopf, im Kopf geht alles. Übrigens sind mir die einfarbigen Eier am liebsten, bunt ist auch nicht so mein Ding, vor allem links das rote, passt zumindest politisch und das blaue erst, das passt so gut wie kein anderes und erinnert mich gerade an die blaue Blume. Der Schneemann auf Wanderschaft wünscht jedem auf der Welt sein ganz eigenes, blaues Osterei und einen “room without a roof”; das könnte schließlich auch der eigene Kopf sein.
Pharrell Williams: Happy

und wer das gar nicht mag, dem gefällt vielleicht “Happiness is a warm gun” besser.

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