Hölderlins Worte mit Füßen getreten

Den letzten Vers des Gedichts “Andenken” von Friedrich Hölderlin kann man im schönen Landschaftsgarten Gräflicher Park in Bad Driburg auf Steinplatten abschreiten. Dieser begehbare Steinweg befindet sich im sogenannten Hölderlin-Hain, von dem aus man gegenüber auf eine Diotima-Büste blicken kann, die auf einer kleinen Insel in Form einer Stele inmitten eines Teiches steht. Die Diotima-Insel und der Hölderlin-Hain sollen an die glückliche Zeit im Jahr 1796 erinnern, die Friedrich Hölderlin mit der von ihm als Diotima in seinem Werk verewigten Susette Gontard in Bad Driburg verbrachte. Literarische und andere kulturelle Veranstaltungen organisiert die Diotima-Gesellschaft, die die historisch belegten Aufenthalte von Hölderlin oder auch Annette von Droste-Hülshoff zum Anlass nahm, dem Kurort Bad Driburg ein künstlerisches Flair zu verschaffen.

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Natürlich habe ich Hölderlins Worte nicht mit Füßen ge-treten, ganz im Gegenteil habe ich sie eher andachtsvoll vorsichtig be-treten und dabei fotografiert. Das einzelne menschliche Gedächtnis mag brüchig und endlich sein, Hölderlins letzter Vers hat sich längst selbst bewiesen:

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Es nehmet aber
Und gibt Gedächtnis die See,
Und die Lieb‘ auch heftet fleißig die Augen,
Was bleibet aber, stiften die Dichter.

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